
Altenessener Zeitzeichen
Vor fünfzig Jahren: Die Gründung des Einkaufszentrums Altenessen Es war ein denkwürdiger Herbst im Jahr 1973:Nachdem Energie immer scheinbar unbegrenzt und preiswert zur Verfügung gestanden





Herzlich Willkommen auf der neuen Internetpräsenz des Lesebuchkreises – DER WEBSITE für die Geschichte und Geschichten des Stadtteils Altenessen.
Diese Seite befindet sich im Aufbau – historische Fotos, aktuelle Beiträge und weitere Inhalte werden fortlaufend eingestellt und ergänzt.
Herzlich Willkommen auf der neuen Internetpräsenz des Lesebuchkreises – DER WEBSITE für die Geschichte und Geschichten des Stadtteils Altenessen.
Herzlich Willkommen auf der neuen Internetpräsenz des Lesebuchkreises – DER WEBSITE für die Geschichte und Geschichten des Stadtteils Altenessen.
Im Jahr 1847 wurde die erste Eisenbahn im Ruhrgebiet in Betrieb genommen, sie führte durch das Gebiet von Altenessen. Zwei Jahre zuvor hatten hier die Arbeiten an der ersten Altenessener Zeche begonnen, nur wenige hundert Meter von der neuen Bahntrasse entfernt und mit einem eigenen Anschlussgleis damit verbunden. Im Jahr 1851 wurde die Förderung aufgenommen, mit einfacher Technik wurde fast von Beginn an auch Koks erzeugt. Die Zeche stand an der Ecke der heutigen Gladbecker/Krablerstraße, der Sitz der Betriebsgesellschaft, des Kölner Bergwerksvereins, war in Köln. Erst im Jahr 1886 verlegte der KBV seinen Sitz nach Altenessen und baute bald ein repräsentatives Verwaltungsgebäude auf dem Gelände von Zeche Anna. Der gesamte Altenessener Bergbau wurde später von hier aus verwaltet.
Die Förderung auf Anna endete bereits 1911, die Anlagen wurden aber bis 1970 weiter genutzt und danach abgebrochen. In das nach dem Krieg neu gebaute Verwaltungsgebäude zog das Finanzamt. Heute befindet sich an der Stelle in einem Neubau der Mediamarkt. Auf seinem Parkplatz markieren zwei Protego-Hauben (zur Sicherung von austretendem Gas) den Standort der beiden Schächte von Zeche Anna.
Das älteste Foto zeigt Zeche Anna um 1890, vorne rechts das Verwaltungsgebäude des KBV, davor die heutige Gladbecker Straße. Auf dem zweiten Foto von ca. 1970 sieht man noch das Fördergerüst und den Neubau des Verwaltungsgebäude. Das dritte Foto zeigt die gleiche Stelle heute.



1855 begann der Kölner Bergwerks-Verein mit den Arbeiten an einer zweiten Zeche in Altenessen. Der Schacht erhielt zunächst den Namen Hercules, wurde aber bald in Carl umbenannt. 1861 begann die Förderung. Der sogenannte Malakowturm über dem Schacht war 1856 fertig, er gilt als der älteste erhaltene Förderturm seiner Art im Ruhrgebiet. Im Jahr 1900 wurde in den Turm ein Stahlfördergerüst eingezogen, das nach der Stilllegung wieder abgerissen wurde. Im hinteren Teil des Zechengeländes nahm 1883 eine Kokerei den Betrieb auf.
Im Jahr 1929 wurde die Förderung auf Carl aufgegeben, die Anlagen wurden aber vom Bergbau weiter genutzt bis 1973. Der eigentlich danach geplante Abriss konnte verhindert werden, heute ist Zeche Carl als soziokulturelles Zentrum mit vielen kulturellen und pädagogischen Angeboten ein wichtiger Treffpunkt im Stadtteil.
Das historische Foto zeigt Zeche Carl kurz nach 1900 mit dem Fördergerüst, das in den Malakowturm eingebaut wurde und die Hängebank, wo die Förderwagen aus dem Korb geschoben wurde.


Heinrich war wohl die auffälligste Zeche in Altenessen, weil sie direkt an der heutigen Altenessener Straße (gegenüber der Neuessener Straße) lag, der Hauptstraße der Gemeinde. 1855 hatte sich eine zweite Zechengesellschaft in Altenessen gegründet, die „Bergbaugesellschaft Neu-Essen“, die entscheidenden Persönlichkeiten waren Heinrich Thies, Friedrich-Wilhelm Waldthausen und Friedrich Grillo. Nur wenig nördlich der Zeche Carl, die gerade im Bau war, ließen sie eine eigene Zeche errichten, zunächst Heinrich-Theodor, später Neu-Essen genannt. Auf dem gleichen Gelände entstand eine Ziegelei, ab 1913 eine Kokerei und im hinteren Bereich eine kleine Waschbergehalde. Später wurde neben der Zeche noch ein Ledigenheim errichtet.
Die beiden getrennten Bergbaugesellschaften schlossen sich im Jahr 1912 zum Köln-Neuessener Bergwerks-Verein zusammen. 1920 kam es zunächst zu einer Interessengemeinschaft, zehn Jahre später zu einer vollständigen Fusion mit dem Dortmunder Stahlwerk Hoesch, die dortigen Anlagen wurden zum Hauptabnehmer von Kohle und Koks aus Altenessen.
Die Förderung auf Heinrich wurde 1935 aufgegeben, ein Schacht wurde aber noch für die Seilfahrt von der Zeche Fritz genutzt. Nach Ende des Bergbaus in Altenessen wurden die Anlagen komplett abgebrochen.
Die historische Postkarte zeigt Heinrich um 1900, im Vordergrund die heutige Altenessener Straße. Dazu der gleiche Standort in der Gegenwart.
Im Jahr 1872 begann die Bergbaugesellschaft Neu-Essen mit dem Bau einer zweiten Schachtanlage, Fritz genannt, auf der Nordseite der Heßlerstraße. Drei Jahre später wurde die erste Kohle gefördert. Fritz hatte bald zwei Förderschächte, die identischen Gerüste standen markant Rücken an Rücken. Dazu kam ab 1914 ein Wetterschacht.
Fritz übernahm nach und nach die Förderung der anderen Zechen des Köln-Neuessener Bergwerks-Vereins und wurde nach 1935 vom Architekten Fritz Schupp grundlegend modernisiert.
Einer schweren Schlagwetterexplosion fielen im Jahr 1942 45 Bergleute zum Opfer.
1961 nahm mit dem Hansenschacht einer der leistungsfähigsten Schächte in Europa den Betrieb auf Fritz auf, er war nach weiteren Konzentrationsmaßnahmen schließlich der einzige Förderschacht in Altenessen.
Mit der Stilllegung von Fritz am 15. Dezember 1973 endete der Bergbau in Altenessen. Der markante Turm des Hansenschachtes wurde gesprengt, einige Gebäude abgerissen, einige konnten erhalten werden und dienen heute anderen Zwecken, z. B. für Sport, Übernachtung oder als Eventfläche. Auf einem Teil des früheren Zechengeländes ist heute ein Gewerbegebiet. Unmittelbar dahinter erhebt sich die Schurenbachhalde, die teilweise mit Bergematerial von Fritz geschüttet wurde.
Das historische Foto (ca. 1935) zeigt die Anlage nach dem Umbau durch Fritz Schupp mit dem beiden markanten Fördergerüsten, Lohnhalle und Schachtbüros, darunter die Sprengung des Förderturm vom Hansen-Schacht, auf dem aktuellen Foto sieht man den Eingangsbereich mit Pförtnerhaus und die Lohnhalle.



Wir haben die Möglichkeit bekommen, in einem Schaufenster an die Altenessener Geschichte zu erinnern. Am 13. Februar konnten wir bei eisiger Kälte die Eröffnung feiern, zusammen mit der Zeche Carl als 13. Abend der Essener Kunstaktion „Kunst und Du“, gefördert vom Kulturbüro Essen. Seitdem erinnern Info-Tafeln an die Bedeutung der Eisenbahn, der Zechen, des Rhein-Herne-Kanals und einiger besonderer Gebäude für die Entwicklung von Altenessen. Ein Abbauhammer und eine Pannschüppe aus dem Bergbau erinnern an die Arbeit der Männer, ein Waschbrett und eine Zange für die heiße Wäsche an die der Frauen.
Zu sehen bis zum Sommer im Schaufenster des früheren Schuhgeschäfts Hoppe, Altenessener Straße 364, gegenüber der Badeanstalt.
Fotos: Felix Buckstegge und Christoph Wilmer
Der Kaiser hatte keine Zeit. Gern wäre er bei der Eröffnung des Rhein-Herne-Kanals (RHK) dabei gewesen, aber wenige Tage vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs hatte er in Berlin Wichtigeres zu tun. So gab es gar keine Eröffnungsfeier, der Kanal war auf einmal einfach da und wurde irgendwann zum ersten Mal benutzt. Für die kommerzielle Schifffahrt am 17. Juli 1914. Aber Tausende von Schaulustigen standen an den neuen Uferböschungen.
Schon lange hatte es Pläne gegeben, entweder die Emscher schiffbar zu machen oder daneben einen Kanal anzulegen. Mit dem Wachstum der Schwerindustrie wurde die Frage dringlicher, schließlich wollten deren Produkte – vor allem Kohle und Stahl – transportiert werden. Der Rhein war aus Altenessener Sicht weit weg und hatte dazu den Nachteil, im Ausland ins Meer zu münden.
Ein Kanal versprach Abhilfe.
Nach langen Vorplanungen wurde in Berlin schließlich am 1. April 1905 das Gesetz betreffend die Herstellung und den Ausbau von Wasserwegen beschlossen. Darin war auch der Bau des Rhein-Herne-Kanals festgeschrieben.
Die Bauarbeiten begannen ein Jahr später, unter Regie einer eigens gegründeten Königlichen Kanalbau-Direktion. Sie liefen Hand in Hand mit den Arbeiten zur Umgestaltung der Emscher zu einem Abwasserfluss, die die junge Emschergenossenschaft organisierte. Teilweise wurde der neue Kanal in das alte Bett der Emscher gelegt.
Acht Jahre lang wurde an dem gewaltigen Projekt gebaut, ab dem 3. März 1914 lief Wasser in das neue, noch leere Kanalbecken, Anfang Juli gab es erste Probefahrten mit Dampfschiffen und am 17. Juli 1914 schließlich zogen die Schleppdampfer „Tyd is Geld“ und „Johanna“ die ersten kommerziellen motorlosen Schiffe durch den Kanal. Die Schleppschifffahrt war verpflichtend und ein staatliches Monopol, auf diese Art sollten die Kosten für den Kanalbau wieder hereingewirtschaftet werden.
Der Verlauf des RHK begann im Duisburger Hafen und stieß in Herne auf eine Verbindung zum Dortmund-Ems-Kanal (DEK), der 1899 eröffnet worden war. Heute geht der RHK mit einer Länge von 45,4 km direkt vor dem Schiffshebewerk Henrichenburg in den DEK über.
Sieben Schleusen waren nötig, um den Höhenunterschied von ca. 36 m. zu bewältigen. In den 1980er und 1990er Jahren wurden aber durch Verträge mit anliegenden Zechen Bergsenkungen so gezielt herbeigeführt, dass man an zwei Stellen das Oberwasser auf die Höhe des Unterwassers absenken konnte. Die Schleusen Essen-Dellwig und Herne West konnten danach abgebaut werden.
Auf Altenessener Gebiet wurde mit der Zweigert-Behrens-Brücke eine repräsentative Doppelbrücke gebaut, die die Emscher und den RHK in einem Zug überquerte.
Die Zechen in Altenessen legten östlich der Hafenstraße bei Kanalkilometer 17,11 sofort den Hafen Coelln-Neuessen als Werkshafen an, er war bereits 1910 fertig. Der benachbarte Stadthafen Essen wurde erst 1934 als letzter Hafen am RHK angelegt.
Vom Rhein aus erreicht man heute über den Rhein-Herne-Kanal den Dortmund-Ems-Kanal und dann über den Mittellandkanal das Berliner Kanalnetz und Osteuropa. Der RHK ist daher auch heute noch ein wichtiges Teilstück einer West-Ost-Verbindung quer durch Deutschlandfür die Binnenschifffahrt.
In Altenessen befand sich viele Jahrzehnte lang einer der größten Viehmärkte Deutschlands, der sogenannte Schweinemarkt. Er war der größte Umschlagplatz für Ferkel in Westdeutschland und wurde erst im Jahr 1962 geschlossen. Johannes Demmer, Mitglied einer traditionsreichen Essener Viehhändlerfamilie, hat viele Jahre lang selbst mit Schweinen gehandelt, er liefert uns in diesen Video-Interviews spannende Informationen zu einem Teil der Altenessener Geschichte, von dem heute nichts mehr zu sehen und der völlig aus dem aktuellen Stadtbild verschwunden ist.
Wir bedanken uns bei Johannes für sein Engagement, seine Geduld und die interessanten Einblicke, die er uns mit seiner Erzählung gewährt.

Vor fünfzig Jahren: Die Gründung des Einkaufszentrums Altenessen Es war ein denkwürdiger Herbst im Jahr 1973:Nachdem Energie immer scheinbar unbegrenzt und preiswert zur Verfügung gestanden

BERGWERK IN ALTENESSEN Etiam ultricies aliquet vestibulum. Donec id ornare turpis. Curabitur posuere fringilla tincidunt. Cras dictum posuere urna tristique fermentum. Quisque tristique odio nulla,

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Vivamus ullamcorper and aliquet odio, sed and lorem imperdie diam aucto at Curabi orci nibh.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Vivamus ullamcorper and aliquet odio, sed and lorem imperdie diam aucto at Curabi orci nibh.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Vivamus ullamcorper and aliquet odio, sed and lorem imperdie diam aucto at Curabi orci nibh.
Sie haben Fragen zur Geschichte des Stadtteils oder können selber etwas darüber erzählen? Dann sind wir als Lesebuchkreis Altenessen für Sie der richtige Ansprechpartner!
Haben Sie Fragen oder Vorschläge für uns? Wenn ja, würden wir gerne von Ihnen hören! Füllen Sie einfach das Formular aus und senden Sie uns eine E-Mail. Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.
Join my newsletter now to make sure you never miss a recipe or cooking tip from me!